Beschreibung
Ausstellung „Katchina“ von Caroline Sury
Tauchen Sie vom 04.08. bis zum 06.09.2026 in Saorge in eine einzigartige grafische Welt ein.
Vernissage am Dienstag, den 4. August, ab 18 Uhr in Anwesenheit der Künstlerin.
Papierkunst-Workshop am 6. August (nach Voranmeldung).
Eintritt frei, kommt zahlreich!
Für diese zweite Ausstellung der Sommersaison 2026 hat der „espace sans nom“ die Ehre, Caroline Sury zu begrüßen, eine multidisziplinäre Künstlerin und seit Anfang der 90er Jahre eine treibende Kraft im unabhängigen Kunstverlag.
Caroline Sury ist bildende Künstlerin, Performerin, Verlegerin und Comic-Autorin. Sie greift Elemente der naiven Kunst oder der Art brut auf, wie die Ablehnung akademischer Regeln, die (bewusste) Ungenauigkeit des Strichs oder den (vorgetäuschten) kindlichen Charakter der Zeichnung. Ihr Werk, das aus Papierschnitten oder Tusche entsteht, ist autobiografisch und politisch verortet. Es gibt den chaotischen Weg wieder, der Erinnerungen miteinander verbindet, und interpretiert ihn inmitten eines grafischen Durcheinanders mit trashigen und schrägen Elementen. In ihren jüngsten Arbeiten schafft Caroline Sury eine Serie von aus Papier ausgeschnittenen Figuren. Die Künstlerin lässt sich dabei insbesondere von den „Katchina“ inspirieren, handgefertigten Puppen der Hopi, einem indianischen Volk aus den trockenen Gebieten Arizonas, die deren animistische Gottheiten darstellen. Die Technik des Ausschneidens ermöglicht es ihr hier, Form und Farbe zu reduzieren, von denen sie nur die Abwesenheit, das Schwarz, beibehält. Die menschliche Figur wird so auf ihren wesentlichsten grafischen Aspekt reduziert, nämlich das reine Motiv.
Caroline Sury schloss 1989 ihr Studium an der École des Beaux-Arts in Bordeaux ab. Ihr Werk ist untrennbar mit ihrem Engagement in der Avantgarde des Verlagswesens und der Grafik der 90er Jahre verbunden. 1993 war sie Mitbegründerin von „Le Dernier Cri“, einem Verlag aus Marseille, der schnell zu einer festen Größe in der unabhängigen Kunstverlagslandschaft wurde. Durch ihre Bücher und ihre in handwerklicher Siebdrucktechnik hergestellten Drucke beeinflusst „Le Dernier Cri“ eine ganze Generation von Künstlern, die sich von seinem zutiefst „Do-it-yourself“-Geist, von der Unverfälschtheit und Einzigartigkeit seiner verlegerischen Ansätze – die dem akademischen Elitismus entgegenstehen – sowie von seinen Bezügen zur Punk-Ikonografie oder zur Art brut inspirieren lassen. Bereits in dieser Zeit veröffentlichte Caroline Sury ihre ersten selbst produzierten Werke. Ihre Comic-Seiten wurden später in der Schweizer Zeitschrift „Strapazin“ veröffentlicht, und ihre beiden Alben „Bébé 2000“ (2006) und „Cou tordu“ (2010) erschienen bei „L’Association“. Im Jahr 2020 wurde sie vom Festival von Angoulême für ihr Buch „Un matin avec mademoiselle Latarte“, erschienen bei Le monte en l’air, ausgewählt. Fünf Jahre später gewann die Zeitschrift „Fanatic Female Frustration“, an der sie mitwirkt, beim selben Festival den Preis für alternative Comics, ex aequo mit der deutschen Zeitschrift „Hairspray“. Die beiden Zeitschriften veranstalten 2026 gemeinsam eine Ausstellung zum Thema feministischer Comic in der Galerie Neurotitan in Berlin.
Caroline Sury lebt und arbeitet in Marseille. Seit 1990 stellt sie ihre Arbeiten international aus und wird regelmäßig zu Künstlerresidenzen oder Kunst- und Buchmessen eingeladen. Sie ist Preisträgerin mehrerer Schreibstipendien des Centre National du Livre, und ihre Zeichnungen zieren regelmäßig die Seiten von „Libération“, „Le Monde“ oder „La Provence“. Darüber hinaus leitet sie Kunstworkshops für unterschiedliche Zielgruppen. Instagram: @carolinesurymi
Tauchen Sie mit der Ausstellung „Katchina“ ein in das einzigartige grafische Universum der Künstlerin Caroline Sury. Auf halbem Weg zwischen Art brut, roher Geometrie und totemistischer Bildsprache lädt diese Ausstellung dazu ein, eine Reihe von mystischen Silhouetten und Figuren in Schwarz-Weiß zu entdecken, die durch ihre Details und Motive fesseln.
Der „L’espace sans nom“, der dafür bekannt ist, zeitgenössische Kunst im ländlichen Raum zum Leben zu erwecken, empfängt Sie von Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 19 Uhr (sowie nach Vereinbarung).
Höhepunkte, die Sie nicht verpassen sollten
Die Vernissage
Dienstag, 4. August 2026, ab 18 Uhr.
In Anwesenheit des Künstlers für einen besonderen Moment des Austauschs.
Das Atelier „Découpage & Animal Totem“
Donnerstag, 6. August 2026, von 18 bis 20 Uhr.
Teilnahmegebühr: Freiwilliger Beitrag ab 10 € (+ 5 € Mitgliedsbeitrag).
Teilnahmebedingungen: Anmeldung per E-Mail erforderlich (begrenzte Teilnehmerzahl).
Praktische Informationen
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 15:00 bis 19:00 Uhr (und nach Vereinbarung).
Kontakt & Reservierungen:
lpm@tutamail.com
+33 7 54 38 28 29
