Beschreibung
Seit sie sich 2010 kennengelernt haben, spielen Michèle Pierre und Paul Colomb ununterbrochen zusammen, und aus ihren spielerischen Gesprächen entstand nach und nach das Duo Brady, das von Poesie, Eleganz und einer gewissen Verschmitztheit geprägt ist.
Nach einem ersten Album von bemerkenswerter Finesse (Plaines, 2020) haben sie sich von der Science-Fiction inspirieren lassen, um „La Vie d’après“ zu erschaffen – ein Repertoire in Form einer Träumerei über unsere möglichen Zukünfte. Jeder Titel entspricht einem fantastischen Szenario: die ersten Menschen betrachten, auf dem Mars etwas trinken, in einem totalitären Staat leben, in einem Nachtclub unter Androiden tanzen… Alles, was bereits den Charme des Duos ausmachte – die lyrische Rundheit, die virtuose Improvisation, die Selbstverständlichkeit des Dialogs – wird um eine neue Dimension erweitert, inspiriert von
akustischem Techno (Cabaret contemporain), Progressive Rock (Godspeed You! Black Emperor) und kontemplativen Pop (London Grammar). Die beiden Cellisten vollziehen eine
Wende hin zur zeitgenössischen Musik durch Spielweisen, die sie vom Synthesizer und von Maschinen übernehmen, ergänzt durch choreografische Elemente. Indem sie die Instrumente bis an ihre Grenzen ausreizen, verwandeln sie die Bühne in ein Labor und lassen eine gewisse Pop-Melancholie mit Hoffnung und Feierlichkeit koexistieren. In „La Vie d’après“ stehen der Körper, der Tanz und die Trance im Vordergrund, als wolle man gemeinsam die Wege einer ungewissen Zukunft beschreiten.
