Beschreibung
Das Centre de la Photographie de Mougins ist eine Einrichtung, die sich der Stand- und Bewegtbildfotografie widmet und sich der Förderung und Ausstellung der vielfältigen Strömungen der zeitgenössischen Fotografie verschrieben hat.
Die Fotografien von Bertien van Manen (1935–2024) sind weder Tagebuch noch Familienalbum. Auch wenn bestimmte visuelle Codes daran erinnern mögen, erfüllen sie keines der Merkmale, die diese Formen auszeichnen. Es geht weder um sie selbst noch um Rituale, Ereignisse oder sorgfältig inszenierte Szenen. Ihr Werk lässt sich vielmehr als eine intime und subjektive Chronik des Lebens gewöhnlicher Menschen beschreiben, die, von den Winden einer Geschichte hin- und hergeworfen, die ohne sie geschrieben wird und sie mitunter überrollt oder erdrückt, versuchen, so gut wie möglich ihren Weg zu finden. Und gerade darin liegt oft ein weit größerer Heroismus, als man gemeinhin annimmt.
Ein zufälliges Selbstporträt zeigt die Fotografin selbst: eine mutige Frau mit zerzaustem Haar und hochgekrempelten Ärmeln. Man stellt sie sich frei, stark, rebellisch und beharrlich vor. Nach einer kurzen Karriere als Model wechselte Bertien van Manen auf die andere Seite der Kamera und begann ein Leben als Fotografin. Ihr Engagement führte sie in ferne Regionen der Welt, wo sie die sozialen Realitäten und die prägenden Kräfte sichtbar machte, die das Leben ganzer Gemeinschaften bestimmen.



