Beschreibung
Diese Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Edgar-P.-Jacobs-Stiftung konzipiert wurde, beleuchtet die Verbindungen zwischen der Welt von Blake und Mortimer und den Sammlungen des Museums.
Originalzeichnungen, Transparentpapiere, Vorentwürfe, bisher unveröffentlichte Archivmaterialien und japanische Holzschnitte stehen in einem Dialog rund um ein gemeinsames Medium: das Papier, das sowohl dem Comic als auch dem Holzschnitt als Material dient.
Die Handlung von „Die 3 Formeln von Professor Satō“ spielt im Japan der 1970er Jahre und versetzt Philip Mortimer in ein Abenteuer, in dem sich Spionage, Robotik und wissenschaftliche Innovationen vermischen. Edgar P. Jacobs, der von Japan fasziniert war, ohne jemals dort gewesen zu sein, stützte sich auf außergewöhnliches Quellenmaterial, um Landschaften, Architektur, Alltagsgegenstände und Traditionen mit bemerkenswerter Präzision nachzubilden. Sein Blick hinterfragt sowohl die Realität als auch die Vorstellungswelt eines Landes, in dem technologische Moderne und kulturelles Erbe harmonisch nebeneinander bestehen.
Die Ausstellung gewährt einen Blick hinter die Kulissen dieses Schaffensprozesses. Die Besucher entdecken Jacobs’ akribische Arbeitsweise, seine Liebe zum Detail, die Bedeutung seiner dokumentarischen Recherchen und die verschiedenen Schritte, aus denen eine Comic-Seite entsteht. Daneben beleuchtet eine Auswahl japanischer Holzschnitte, Kunstwerke und Objekte die visuellen Anklänge zwischen dem Werk des Zeichners und den großen Meistern des Holzschnitts: Komposition, Licht- und Schattenspiele, Theatralik, Farbe und Erzählkunst.
Im Verlauf des Rundgangs offenbart sich Jacobs’ Faszination für Japan auch durch die zahlreichen Dokumente, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat, sowie durch die Objekte, die seine Fantasie beflügelten. Die Ausstellung zeigt, wie dieses Dokumentationsmaterial dazu beigetragen hat, ein Werk zu prägen, in dem Science-Fiction mit japanischen Traditionen in einen Dialog tritt – zwischen Spiritualität, Innovation und der Suche nach Menschlichkeit.
Um die empfindlichsten Werke zu schonen, wird die Ausstellung in zwei aufeinanderfolgenden Durchläufen präsentiert; ab dem 3. November 2026 wird ein Teil des Ausstellungsparcours erneuert und bietet somit eine neue Auswahl an Originalen, die es zu entdecken gilt.
Mit fast 160 Originalwerken, bisher unveröffentlichten Archivmaterialien der Edgar-P.-Jacobs-Stiftung, Druckgrafiken aus den Sammlungen des Museums sowie einem spektakulären Samurai-Roboter, der speziell für diesen Anlass entworfen wurde, bietet „Mortimer und das Japan aus Papier“ ein einzigartiges Eintauchen in das Universum des Meisters der „Ligne claire“ und in das Japan, das seine Fantasie beflügelt hat.
Kuratoren der Ausstellung: Thierry Bellefroid & Éric Dubois.
