VEILCHEN, EINE HISTORISCHE TÄTIGKEIT
Das Veilchen (Viola odorata) wird wegen seiner Geruchs- und Geschmackseigenschaften angebaut, die jeweils in der Parfümerie und in der Süßwarenindustrie Verwendung finden. Die Tourrettaner bauten zunächst das Parma-Veilchen an, das auch in Toulouse produziert wurde. Dann setzte sich nach und nach die Sorte Victoria durch und wurde zur wichtigsten Blume, die im Dorf angebaut wurde.
Das Veilchen von Tourrettes wächst von Oktober bis März auf kleinen Restanques-Parzellen. Ihr Anbau basierte schon immer auf Handarbeit und erforderte gute körperliche Fähigkeiten. Die Gärtner stellen daraus Sträuße her, die zwischen Weihnachten und dem Valentinstag verkauft werden. Die Pflanze gilt als Symbol für Schüchternheit und heimliche Liebe.
Sie wird auch für die Herstellung von Süßigkeiten und anderen Produkten verwendet. In der Küche haben Köche das Veilchen für Gerichte und Desserts verwendet. Die Blätter werden auch außerhalb der Blütezeit für die Parfümherstellung geerntet.
Tourrettes ist nach wie vor das einzige Gebiet in Frankreich, in dem die Veilchenproduktion die Haupt- oder sogar die einzige Tätigkeit der Gartenbaubetriebe ist. Das Veilchen aus Tourrettes hat im Laufe der Jahre an Bekanntheit gewonnen und sorgt auch heute noch rund um die Welt für Aufsehen.
Seit 1952 wird jedes Jahr ein Fest zu seinen Ehren abgehalten. Am 6. März 2010 eröffnete die Gemeinde außerdem die Bastide aux Violettes, ein lebendiges Museum, das dieser Blume und dem Know-how der Züchter gewidmet ist.
Veilchenernte in Tourrettes-sur-Loup













