Im Lavoir Vasserot in Saint-Tropez zeigt Olivier Mas eine Auswahl von Werken aus zwei wichtigen Serien seiner Arbeit: "Beautés cachées" (Versteckte Schönheit) und "Cézanne et moi" (Cézanne und ich).
Diese Ausstellung stellt die zeitgenössische Darstellung der Frau und die wiederbesuchte Landschaft einander gegenüber, in einem Dialog zwischen Gitternetzen, Geometrien und Farbschwingungen.
Serie "Verborgene Schönheit"
In "Beautés cachées" überträgt Olivier Mas Fotografien von Models oder Schauspielerinnen aus Modemagazinen in die Malerei, indem er sie in abstrakte und geometrische Hintergründe integriert. Dieser Übergang vom Hochglanzpapier zur Malerei ermöglicht es, den Realismus zu verwischen und die Modelle in distanzierte, fast heilige Bilder zu verwandeln, während er gleichzeitig den Charakter eines "Objekts" betont, den die Gesellschaft auf diese Körper projiziert.
Die Farben, die oft auf Kontrasten von warm und kalt aufgebaut sind, verstärken dieses Gefühl der Ambivalenz: Sinnlichkeit und Distanz, Präsenz und Auslöschung koexistieren in ein und demselben Bild.
Serie "Cézanne et moi" (Cézanne und ich)
Mit der Serie "Cézanne et moi" (Cézanne und ich) tritt Olivier Mas in einen Dialog mit dem Erbe Cézannes und der Landschaft des Südens. Es geht nicht darum, Cézanne zu illustrieren, sondern bestimmte Problematiken - Aufbau durch Farbe, Spannung zwischen Ebenen, Vereinfachung der Formen - aufzugreifen, um sie in eine zeitgenössischere Sprache zu übertragen, die von Geometrien, Ausschnitten und Überlagerungen rhythmisiert wird.
In Anlehnung an "Verborgene Schönheit" kann auch die Struktur der Landschaft als eine Art mentales Raster wahrgenommen werden: eine Art, die Realität zu organisieren, sie zu zerteilen, um ihre Energie und ihr Licht besser zu entfalten.